Monte Sant’Angelo wurde um das Jahr 1000 gegründet. Von 1086 bis 1105 bildete Monte Sant'Angelo die Hauptstadt eines weitläufigen Besitztums der Normannen, welche sich anfangs des 11. Jahrhunderts in Apulien ausgebreitet und Lehen erhalten hatten.
Aus einer Höhe von 843 Metern beherrscht Monte Sant’Angelo die darunterliegende Ebene und den ganzen Golf von Manfredonia und bietet von hier atemberaubende Ansichten und Panoramen.
Im 17. Jahrhundert wurde Monte Sant’Angelo Teil des Königreiches von Neapel, zu welchem es bis zur Vereinigung Italiens im 19. Jahrhundert gehörte.
Die Wallfahrtskirche San Michele auf dem Monte Sant’ Angelo, ist einer der ältesten Pilgerorte des Abendlandes & eine dem Erzengel St. Michael geweihte Wallfahrtskirche (Erscheinungsstätte des Erzengel St. Michael).
Sie ist eine Grottenkirche - eine Kirchenform, welche die Normannen in den neu eroberten Gebieten seit dem 7. Jahrhundert besonders bevorzugten. Was oben auf der Bergspitze zu sehen ist, ist nur der achteckige Glockenturm der Kirche (1273/74) und die zweiteilige Eingangshalle (1395). Die Kirche selber liegt im Innern des Berges.
Die Archivolteninschrift des Eingangs besagt, dass demjenigen, der die Grotte betritt, sämtliche Sünden vergeben werden. (Nach den dazu vorgegebenen Bedingungen: Beichte, Hl. Kommunion u. Gebet in der Meinung des Hl. Vaters.)
Vor der Halle befindet sich ein Portal mit einer Bronzetür von 1076 - die älteste dieser Art in Apulien. Charakteristisch für diese frühen Bronzetüren sind die fein eingeritzten Szenen, die erst später zu erhobenen Reliefs werden sollten.
In der unterirdischen Grotte findet eine aus dem Fels gehauene Höhle mit einer Anbetungszelle, in der eine Statue des Erzengels Michael verehrt wird.
Die Wallfahrtskirche San Michele stellt einen wichtigen Bezugspunkt für das gesamte Christentum dar und ist daher seit jeher das Ziel von Millionen von Pilgern, die sie als „Tor zum Himmel“ bezeichnen. Sie ist einzigartig, da sie fast vollständig innerhalb der natürlichen Grotte errichtet wurde, in der der Erzengel mehrfach dem Bischof erschien, der daraufhin den Beschluss zur Errichtung der Kirche fasste.
San Michele wurde auch von zahlreiche Päpsten besucht, so auch von Papst Johannes Paul II. am 24. Mai 1987.




